Satie Mono 22 S
Hochleistungs-Trioden-Monoendstufen


Satie Mono  22s

Satie Mono 22 S
 


Seit 1997 fertigt Consequence Audio unter dem Familiennamen Satie Hochleistungs-
Trioden-Verstärker mit der Endröhre 211 (VT 4C).
Diese große Triode wurde in den 1930er Jahren in den USA als Senderöhre entwickelt.
Sie empfiehlt sich von jeher für audiophile Anwendungen. Als einzige Großtriode vermag sie
die gleiche musikalische Finesse zu entwickeln, die an gelungenen 300 B-Konzepten hoch geschätzt wird. Gegenüber der legendären WE 300 B bietet die 211 den Vorteil, mit 20 Watt/ Kanal einen wohn-
raumfreundlichen Schallwandler mittleren Wirkungsgrades mühelos anzutreiben. Erkauft wird dies allerdings mit einem wesentlich höheren technischen Aufwand.

Anlässlich des 15-jährigen Bestehens von Consequence Audio entschloss sich Reinhard Gundlach, sein „Meisterstück“ zu fertigen– die Mono-Endverstärker Satie Mono 22 S,
die das Konzept der international geschätzten Stereoendstufe Satie S MK II kompromisslos weiterführen.

Aufbau
„Form follows function“. Gemäß Sullivans Devise dient der Gehäuseentwurf für die Satie Mono 22 S vorrangig dazu, den Raum zu definieren, den Mechanik, Schaltung und Bauelemente benötigen.
Allerdings gönnt sich der Entwickler den Luxus, die außen liegenden Elemente der Gehäuse aus edlen Materialien auszuführen: die Holzzargen mit klavierlackbeschichteten Wurzelholzfurnieren (oder schwarzer Klavierlack), die Metallflächen poliert und palladiumbeschichtet.
Das klassische Monoverstärker-Konzept bürgt für optimale Kanaltrennung. Das externe Netzteil schafft großen Störabstand. Großzügig dimensionierte Kondensatorbatterien, fünf separate, teils geregelte, teils drosselgesiebte  Gleichspannungsnetzteile und ein abgestimmter interner Netzfilter erreichen eine größtmögliche Unabhängigkeit vom (unsauberen) Stromnetz.
Der größte Aufwand gilt der sensiblen Treiberstufe mit einer eigens entwickelten Röhren-Stabilisierung

Klang
Als Jazzsänger und engagierter Klassikhörer darf sich Reinhard Gundlach auf sein Gehör verlassen.
Bei der klanglichen Feinabstimmung der Satie-Monos standen daher Fragen nach „high fidelity“– nach hoher Naturtreue und Lebensnähe im Mittelpunkt:
Besitzen die Kontrabässe von Brown und Mingus einen genügend großen Körper und schwingen dennoch federnd, schnell mit charakteristischen singenden Obertönen eines Streichinstrumentes? Sind die Schläge der Eingangspauken in Gershwins „Konzert in F“ rollend voneinander geschieden und schwingt das Fell trotzdem mit körperlich wahrnehmbarer Wucht? Spielt der Pianist eigentlich auf einem Steinway Grand oder auf einem Bösendorfer? Oder: Verkündet  die Königin der Nacht ihre Rachegedanken mit Metallglanz in der Stimme, aber ohne Schärfe und überzogene Zischlaute? Oder: Sind die Bläsereinwürfe der Bob Mintzer Big Band pointiert, attackierend und in allen Lagen von gleicher Abbildungs-größe und exakter Position im Raum?
Fragen, die die Satie–Monos ihrem Entwickler ungemein kompetent beantworteten.
Wobei sich Reinhard Gundlach bewußt ist, dass seine Entwicklungen nicht die einzig gültige musikalische Wahrheit  aufzeigen, sondern ähnlich einem Spitzenorchester- eine brillante Interpretation dessen bieten ,was Tontechniker auf den Tonträger bannten.

Cai Brockmann( image hifi 3/2006) feierte die Vorstellung der Satie Mono 22 S (im Zusammenspiel mit der Vorstufe Syrinx S) enthusiastisch:

„Vor allem mit guten klassischen Produktionen offenbart sich das volle Potenzial der Verstärker.
Die räumliche Ausdehnung der Bühne darf mit Syrinx/Satie als exemplarisch gelten, gleichwohl bleiben dreidimensionale Konturen von Instrumentalisten und Vokalisten linienscharf umrissen und bombenfest verankert. Und was fulminante Energie, blitzartige Dynamik und geradezu fluoreszierende, betörende Klangfarben betrifft, da brauchen die Consequence-Audio-Meisterstücke erst recht nichts und niemanden zu fürchten. Die Ausnahmestellung dieser Verstärker wird über elektrisch anspruchsvollere Schallwandler eher noch deutlicher".

Was dem Rezensenten „nachhaltig bleibt, ist ein großer, alles überspannender Eindruck von überwältigender Wucht, Macht und Kraft, von ansatz- und grenzenloser Dynamik, sensationell echter Farbklarheit und einer klanglichen Wahnwitzopulenz, die dem betriebenen Aufwand in nichts, aber auch gar nichts nachsteht. Das merkt man vor allem dann, wenn man wieder gezwungen ist, nun ja „kleinere" Elektronik zu verwenden. Kurzum: Die Meisterprüfung ist gelungen – summa cum laude“