Syrinx
Sxrinx S




Satie Mono 22 S
Satie Mono 22 S


 

Die  Meisterprüfung - summa cum laude”

Cai Brockmann und Roland Kraft über Syrinx S und Satie Mono 22 S

Den bis dato wohl ausführlichsten Testbericht, der jemals in der image hifi erschienen war, verfaßten Cai Brockmann und Roland Kraft.
Nicht ohne Selbstironie beginnt Brockmann:

Nun „verwandelt ein sieben Elemente umfassendes Verstärker-Ensemble (…) mein unschuldiges kleines Wohnzimmer in einen mondänen Spiegelsaal. Moment, sieben Teile Yep: zwei Mono-Endstufen, zwei Mono-Endstufennetzteile, Vorverstärker, Vorverstärkernetzteil, plus ein MC-Übertrager. Macht sieben Teile. Wobei der optionale Übertrager kaum mehr ins Gewicht fällt. Dazu sind die sechs Hauptdarsteller einfach zu überwältigend.
(…) Was für ein Panorama: Vom Plattenspieler - der nunmehr ein bisschen arg nüchtern wirkt - bis zum tapezierten Horizont erhebt sich eine hochglanzpolierte Komposition aus Rüsterwurzelholz, palladiumbeschichtetem Massivmetall und Röhren, Röhren, Röhren ... Hinreißend. Ein Traum für Gipfelstürmer, Gourmets und Erfolgsmenschen. Ich bin hundertprozentig sicher, dass dieser Auftritt in einem adäquaten Umfeld zur Ekstase taugt".

Er stimmt dem Entwickler zu, der sich weigert, die traditionelle mechanische Qualität der Bedienelemente durch eine Fernbedienung zu entweihen:

„Allein diese Drehknöpfe auf den Fronten! Völlig klar, dass damit jede Art von Fernbedienung obsolet wird. Jeder einzelne Drehschalter ist als Gesamtkonstrukt rund ein Kilo schwer, wird aus Messingbronze auf 1/100 Millimeter maßgefertigt, verfügt über Messingbuchsenlager, Doppelkardan-Achse und Palladiumbeschichtung, zudem sind Buchsen und Knöpfe zwecks Passgenauigkeit nummeriert. Wie, bitte, sollte da eine adäquate Fernbedienung aussehen?

Er wagt einen kurzen Blick ins innere der Verstärker:

“Was sich dabei unter den jeweiligen Haube abspielt, ist eine Art Quintessenz vorzüglichster Ingredienzen und langjährigen Knowhows – und im konkreten komplexen Fall eine Aufgabe für einen Technikgourmet: Kollege Roland Kraft greift mir freundlicherweise unter die Arme und spürt den technischen Intentionen Reinhard Gundlachs nach".

.Und beschreibt die „typischen Doppelgehäuse“:

„Die Komponenten residieren, vor Elektrosmog und anderem elektronischem Unbill weitestgehend geschützt, in Hüllen aus drei Millimeter starkem Aluminium. Die nichtmagnetischen Gehäuse wiederum sind in Holzzargen eingebettet, deren Signature-Versionen in einer vielschichtigen, handpolierten Hochglanzlackierung erstrahlen, die man vielleicht auch vom Steinway nebenan kennt… .

Ein wenig überrascht zeigt sich Brockmann von der Vorheizzeit der Vorstufe Syrinx und meldet milde Kritik an:
„Bei der Vorstufe jedoch könnten, sofern nur regelmäßig Musik gehört wird, beide Netzschalter kaum je gebraucht werden. Denn die Syrinx fordert, wir erinnern uns in die Worte des Konstrukteurs, wenigstens zwei, besser aber 24 Stunden Warmlaufzeit bis zur vollen Performance. Gundlachs Rat daher: "Durchlaufen lassen." Bentley und Rolls-Royce haben schließlich auch keine Verbrauchsanzeige".

Bei der Schilderung der Höreindrucke differenziert er nicht zwischen Vorstufe und Monoblöcken, sondern sieht Syrinx und Satie-Monos als kongeniale Kombination , die ihn in Begeisterung versetzt:

„Vor allem mit guten klassischen Produktionen offenbart sich das volle Potenzial der Verstärker. Die räumliche Ausdehnung der Bühne darf mit Syrinx/Satie als exemplarisch gelten, gleichwohl bleiben dreidimensionale Konturen von Instrumentalisten und Vokalisten linienscharf umrissen und bombenfest verankert. Und was fulminante Energie, blitzartige Dynamik und geradezu fluoreszierende, betörende Klangfarben betrifft , da brauchen die Consequence-Audio-Meisterstücke erst recht nichts und niemanden zu fürchten. Die Ausnahmestellung dieser Verstärker wird über elektrisch anspruchsvollere Schallwandler eher noch deutlicher – was keineswegs an der Dynavox liegt, sondern am Leistungsüberschuss der Endstufen. Sie haben richtig gelesen: Leistungsüberschuss. Die 22 Watt der Satie-Mono sind dank extrem stabiler Versorgung und höchstkarätiger Ansteuerung die subjektiv stärksten ihrer Art. Mit ihrer vollkommen souveränen Kraftentfaltung erwecken sie den Eindruck, jederzeit und absolut Herr der Lage zu sein, sie honorieren eine ideale Auslotung ihrer Potenz durch perfekt passende Lautsprecher mit noch beweglicherem Durchzug und allem Glanz und Gloria. Denn selbstverständlich hat Reinhard Gundlach seine Über-Verstärker hauptsächlich mit seinen eigenen State-of-the-Art-Lautsprechern entwickelt. Und die besitzen nun mal einen Wirkungsgrad um 90 Dezibel sowie Chassis und Frequenzweichen, die nach ein wenig mehr Ansporn und Kontrolle rufen.
„ (…) Perfekt zu hören ist das beispielsweise mit der jüngsten Wandlerkreation des Hauses, der Corelli. Von Consequence Audio kurzerhand  aufgestellt, laufen die elektrischen Geschwister an den Corellis mühelos zur nunmehr bekannten Höchstform auf (…)
Ja, ich gestehe, mich nicht nur an Klassik und Barock und akustischem Jazz verlustiert zu haben. Selbstverständlich habe ich auch jede Menge elektrifizierte und neumodische Musik gehört, nein: genossen, erlebt, konnte einfach nicht aufhören, musste weiterhören, stöbern, auflegen.

Brockmann schließt:
„Was nach der Abreise von Syrinx und Satie Mono 22 nachhaltig bleibt, ist ein großer, alles überspannender Eindruck von überwältigender Wucht, Macht und Kraft, von ansatz- und grenzenloser Dynamik, sensationell echter Farbklarheit und einer klanglichen Wahnwitzopulenz, die dem betriebenen Aufwand in nichts, aber auch gar nichts nachsteht. Das merkt man vor allem dann, wenn man wieder gezwungen ist, nun ja “kleinere" Elektronik zu verwenden. Kurzum: Die Meisterprüfung ist gelungen – summa cum laude, wenn Sie mich fragen".
(image hifi 3/2006)

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