Pergolesi

„Ein beflügelter Bote der Musik“

Cai Brockmann über den Symmetrischen Schallwandler Pergolesi

Nachdem er die Pergolesi als „+Lieblingslautsprecher“ des Entwicklers entlarvt hat, wendet sich
Cai Brockmann der Probandin herzlich zu:

„Für eine herzumwärmende Umarmung zur Begrüßung ist die Pergolesi allerdings ein beträchtliches Stückchen zu groß geraten (…)
Satte 60 Kilo erwarten jedenfalls die wenigsten bei einer solchen Traumfigur(…)Dass die Pergolesi ein beträchtliches Gewicht auf die Waage stemmt(…), ergibt sich einfach aus dem unerschütterlichen Qualitätsdenken des Entwicklers, der sich schon immer am ehrlichen, meisterlichen Handwerk orientiert hat".

Nach einem ausführlichen-offenbar genußreichem- Musiknachmittag mit
der  Pergolesi und dem Satie HP („einem rundherum herrlichen Vollverstärker aus gleichem Hause“)
zieht Brockmann eine Zwischenbilanz:

„So geht das den ganzen Nachmittag lang, bis in den Abend hinein. Inzwischen hat die imaginäre Durchleuchtungsmaschine längst die höchstzulässige Betriebstemperatur erricht und wartet ungeduldig   auf den Einsatz. Nur, die braucht hier im Moment gerade niemand. Hier wird nämlich ganz ernsthaft   und doch mit reichlich Funfaktor Musik gehört. Unterschiede - sowohl interpretatorisch als auch klanglich - werden absolut eindeutig dargestellt, wer will da nach technischen Details fragen.
(…)
Man könnte es sich nun ganz einfach machen und ungefähr so zusammenfassen: An der Pergolesi ist bis zur letzten Schraube alles vom Feinsten. Und kaum trifft das Schallwandler-Juwel auf ein Verstärker-Juwel, kann's auch schon losgehen mit sonorem Funkeln im Gleichtakt. Punkt.

Doch um die Erwartungen der Leser nicht zu enttäuschen durchleuchtet Brockmann das in 7 Kammern unterteilte Gehäuse, würdigt die High –Tech - Chassis, erläutert die dreiteilige Frequenzweiche, die –mechanisch und akustisch entkoppelt- 18 l Volumen beansprucht („diese Luxusauslage erlesener Bauteile“).
Dann muß die Pergolesi einem „kick-out-test“ bestehen (schließlich ist Brockmann Bassgitarrist):

„Sie kann sogar, wenn der Verstärker potent und die Scheibe bass-stark genug ist, das ganze Haus erbeben und Fünfe so richtig gerade sein lassen“.

Doch sei es „der Pergolesi über kurz oder lang anzumerken, dass sie
lieber (.… ) zu anspruchsvolleren, differenzierten Aufgabenfeldern wechseln würde.
Was liegt da näher, als die fordernden Kompositionen eines gewissen Giovanni Battista herauszusuchen und quasi qua familia erklingen zu lassen. Und siehe da, das Zuhören gerät nicht nur mit Giovanni Battista zum leichtfüßigen, äußerst aufschlussreichen und herrlich frei aufspielenden Genuss, sondern auch mit Wolfgang Amadeus, Johann Sebastian und Georg Friedrich, mit Gustav, Modest und Igor, mit Oliver, Alexander und Edward - kurzum: die ganze Musikgeschichte wird über Pergolesi zum mitreißendem Streifzug ohne Limitation. Inklusive Muddy, Ella, Mick und Keith ...
(…) Ein Klasse für sich ist, wie die Pergolesi mühelos auch subtile Unterschiede an allen möglichen Positionen der vorgeschalteten Anlage derart sauber herausmoduliert, ohne auch nur einen Millimeter von der eigenen, grundsätzlich unerschütterlichen Position abzuweichen. (…)
Eine sehr überzeugende Vorstellung. Nur selten lerne ich Lautsprecher kennen, die gleichzeitig so unkompliziert aufzustellen sind und doch schon in der ersten Minute ein extrem hohes Klangniveau   offenbaren.
Keine Widerrede möglich: Hier verschmelzen Alltagstauglichkeit, höchstes Qualitätsbewusstsein und die pure Lust am (akustisch produzierten) Klangerlebnis auf kunstvolle Art und weise Weise".

Brockmann schließt:

„Sie heißt Pergolesi, liebe Freunde der guten Musik. Sie heißt nicht Presley, Hendrix oder Kilmister. Das hätte einfach nicht zu ihrem juwelenhaften, sensitiven Nobelcharakter gepasst. Denn die rundum kostbare Pergolesi von Consequence Audio ist schillernde Kultur pur, ein hand- und pegelfester Feingeist (…), ein beflügelter Bote der Musik, vor allem der akustisch instrumentierten. „

(image hifi 6/2004)

  Test Pergolesi schallwandler