Der Autodidakt wollte natürlich auch auf höchsten Niveau Musik hören. Und da hatte Gundlach wiederum seine ganz eigene Ansprüche, die der Händler nicht erfüllen konnte.

Also forschte er jahrelang nach dem „Maß des Klangs“ und landete schließlich bei selbst entwickelten Triodenschaltungen mit der Funkröhre 211, seinem selbsterklärten Liebling. Mit 1200 Volt Spannung sowie nach seinen Angaben gewickelten Trafos liefert ein Pärchen 211er ganze 20 Watt pro Kanal im Single-Ended-ClassA-Betrieb. Genug Leistung, um auch wirkungsgradschwächere Wandler auf Trab zu bringen. Die sagenhaften Glaskolben klingen am besten als NOS-Versionen aus dem zweiten Weltkrieg. Man benötigt daher „die Spürnase eines Detektivs“, um einzelne Paare noch aufzutreiben.

Dann macht sich Gundlach ans Werk. Rund zweihundert Stunden Handarbeit stecken etwa in einer „Satie“-Endstufe. Aufgrund der hohen Spannungen muss auf Betriebssicherheit und Langlebigkeit gesetzt werden. Gundlachs Produkte entstehen daher unter Absegnung einer Meisterhand und sind CE-konform. Und da sich für das Ergebnis kein Lautsprecher finden ließ, Möglichkeiten seiner Verstärker bis zum Letzten ausspielte, entwickelte er gleich noch eine entsprechende Boxenserie dazu. Natürlich unter ähnlich strengen Vorgaben wie bei Gundlachs Elektronik.

 

Wer nun von dem edlen Äußeren einer Conseqence-Audio-Anlage auf die inneren Werte schließt, sieht seine Erwartungen sogar übertroffen. Was nämlich zunächst nach vor Gefälligkeit triefendem “Röhrenklang“ riechen könnte, entpuppt sich im Hörtest als die musterfähige Erfüllung vieler HiFi-Tugenden. So straff, so durchsichtig, so sauber und konturiert haben wir die Musik nur aus wenigen anderen Spitzenanlagen gehört. Dazu sitzt man einer offenbar unbändigen (Impuls-)Kraft gegenüber, die wesentlich zupackender und dynamischer ist, als man das etwa von mit 300B-Typen kennt. Erstaunlich auch, wie fein und sauber diese Röhren auflösen.

Das sollten Sie sich bei einem der handverlesenen Händler anhören!

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