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Allein der schöngeistige Ansatz ist uns sympathisch. Reinhard Gundlachs edle Röhrenkreationen stechen uns Jahr für Jahr im High End-Katalog ins Auge: mit edlen Wurzelhölzern furnierte und allerlei Goldglanz veredelte Kunstwerke, natürlich „vintagemäßig“ auf Röhrenbasis gefertigt.
Man denkt unweigerlich an die schicken Armaturen-
bretter englischer Luxuslimousinen. Und ebenso zwangsläufig identifiziert man diese audiophilen Augenweiden mit der vermeintlichen Zielgruppe:
Pfeife rauschende Universitätsprofessoren in noblen Vorstadtvillen.
Doch ganz so einfach machtes uns der ruhige Künstler aus Herdecke nicht. Was da vor allem als „Hommage“ an das Wahre, Schöne, Gute“ geschaffen scheint, steht technisch auf ganz festen Fuß und wird in erster Linie von anspruchsvollen „Hörern“ gekauft. Denn die etwas „altmodische“ klingende Maxime des Westfalen wendet sich zuallererst an die Erfüllung der eigenen An-
sprüche. Er studierte Literaturwissenschaften und Kunstgeschichte, schreibt und malt, betätigt sich seit den Achtzigern als Sänger und Schlagzeuger einer Jazz-Combo, sammelt und fertigt Druckgrafiken oder sammelt alte Armbanduhren. Das passt alles ins Bild.
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